ENERGIE

11:19 | 12.04.2019
Schleswig-Holsteins Windbranche fordert angemessene CO2-Bepreisung

Windindustrie-Verein windcomm e. V.: Energiewende durch Schulterschluss der EE-Branchen

Husum (iwr-pressedienst) – 100 % Deckung des bundesweiten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien wurde zeitweise im windigen März 2019 erreicht. Was bei der Stromversorgung schon klappt, soll in den nächsten Jahren auch für die Sektoren Mobilität und Wärme erreicht werden. Dazu zeigten sich die Mitglieder des Windindustrie-Vereins windcomm schleswig-holstein e. V. mit Sitz in Husum bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung entschlossen. Zwei Firmen aus dem Netzwerk, “Energie des Nordens” und GP Joule, investieren mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes in den Bau von Wasserstoff-Elektrolyseuren. Das Gas soll sowohl als Kraftstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dienen als auch ins Erdgas-Netz eingespeist werden. Allerdings, so machte der Vorsitzende des Vorstands windcomm e. V., Volker Köhne, deutlich, erwartet die Windbranche von der Bundesregierung mehr Unterstützung als alleine Projektfördermittel: “Die CO2-Emission muss systematisch verteuert werden –; nur so sind die CO2-Reduktionsziele zu erreichen”, betonte er. “Die Inaktivität der Bundesministerien in Sachen Energiewende fällt sogar schon unseren Kindern auf –; es wird Zeit aktiv zu werden, die Unternehmen stehen dafür bereit.”

Der Verein windcomm schleswig-holstein e. V. besteht seit 2010. Mitglieder sind 105 Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Windindustrie im nördlichsten Bundesland und den angrenzenden Regionen. Der Vorstand besteht aus Volker Köhne vom Institut für die Transformation des Energiesystems an der Fachhochschule Westküste in Heide, Volker Jahnke von der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH (egeb) und Sven Andresen von der VR Bank Nord eG. Während der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Geschäftsführer Sascha Wiesner verabschiedet und sein Nachfolger Axel Wiese, hauptberuflich Projektleiter der Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH), in sein Amt eingeführt.

Der wirtschaftliche Weiterbetrieb von Windenergieanlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung, die sinnvolle Nutzung abgeregelten Stroms sowie die Nutzung von Windstrom für die Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors –; diese Themen bewegen aktuell die Branche und wurden während der Mitgliederversammlung diskutiert. Da der Zubau neuer Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein wegen eines seit vier Jahren schwebenden Regionalplan-Verfahrens eingebrochen ist, entwickeln die Windpark-Betreiber neue Geschäftsmodelle.

Der Verein will enger mit dem Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (LEE SH) zusammenarbeiten, um die Kräfte in der Branche noch stärker zu bündeln und wichtige Themen wie die Sektorenkopplung voranzubringen. Laut einer aktuellen Studie, deren Zwischenergebnisse den Mitgliedern vorgestellt wurden, bieten Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebe oder auch Wasserstoff-Verbrennungsmotoren Vorteile vor allem für den Nutzfahrzeug-Sektor.

Wasserstoff ist auch Thema der nächsten Veranstaltung des windcomm schleswig-holstein e. V. am 16. Mai 2019 in Brunsbüttel. Die Mitglieder sind eingeladen, die Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel, das Projekt WindWasserstoff Brunsbüttel und Möglichkeiten einer intelligenten Zugangskontrolle zu Windkraftanlagen kennen zu lernen.

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Husum, den 12. April 2019

Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an windcomm schleswig-holstein e.V. und EE.SH / Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH wird freundlichst erbeten.

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Volker Köhne, V.i.S.d.P.

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windcomm schleswig-holstein e.V.

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Hinweis: Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Emittent / Herausgeber der Meldung EE.SH / Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH verantwortlich.


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