EXPERTEN

12:35 | 11.10.2018
Helaba – Marktkommentar Aktien: Aktienmärkte mit deutlichen Kursverlusten

Am Dienstag ist es dem DAX gelungen, intraday aus der Verlustzone ins
Plus zu drehen. Das positive Vorzeichen hatte aber nur kurz Bestand.
Gestern setzte sich der übergeordnete Abwärtstrend mit hoher Dynamik
fort. In der Folge wurden sehr wichtige Chartmarken wie beispielsweise
die Strukturmarken bei 11.912 und 11.860 Zählern durchbrochen und das
erste Projektionskursziel bei 11.738 Punkten erreicht. Das Tagestief bei
11.712 Zählern stellte gleichzeitig ein neues Impulstief und damit ein
prozyklisches Signal dar. Insgesamt kam die Abwärtsbewegung nicht
überraschend, wenngleich die gestern damit einhergehende
Bewegungsdynamik schon bemerkenswert war. Anlass sich um die Verfassung
der Märkte Sorgen zu machen gab es zuletzt zuhauf. Gebetsmühlenartig
konnten der Handelsstreit zwischen den USA und China, Italien und
insbesondere die steigenden Zinsen genannt werden. Die Schuldigen für
den schwächsten Tag des Jahres an der Wall Street wurden von
US-Präsident Trump ausgemacht. Er sagte, die Fed ist „verrückt
geworden“. Die deutlichsten Kursverluste mussten Aktien, Indizes und
Märkte hinnehmen, welche bisher die größten Kursgewinne aufgebaut
hatten.
Charttechnik
Die Gefahr, dass der DAX seinen laufenden Abwärtsimpuls nochmals
ausdehnen könnte, wurde seit dem Ende des Preis- und Zeitzyklus am 4.
Oktober zunehmend größer. Anzeichen dafür lieferte der Durchbruch der
linearen 144er-Regression auf Monatsbasis sowie einer
Strukturprojektion, deren Ursprung auf das Jahr 1995 zurückgeht. Zudem
notieren mehr als 63 Prozent der DAX-Komponenten unterhalb der für den
langfristigen Trend relevanten 200-Tagelinie, während 80 Prozent der
Anteilsscheine einen negativen Mittelfristtrend aufweisen. Darüber
hinaus konnte bei einer Reihe von Indikatoren, auch auf längerfristiger
Basis, Short-Signale ausgemacht werden. Die steigende Vola sowie die auf
Basis des ADX gemessene, zunehmende Trendintensität sollten nicht
unerwähnt bleiben. Mit Hilfe von Projektionen, welche von der
Marktstruktur abgeleitet werden, lassen sich Supports bei 11.498/11.490,
11.412, 11.305 und 11.206 Zählern definieren.


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