EXPERTEN

12:54 | 13.07.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: 13.000er-Marke gerät wieder ins Visier

Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Diese Weisheit scheint aktuell für den Aktienmarkt geschrieben worden zu sein. Am Freitag zu Beginn des DAX-Handels bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Index die etablierte Handelsrange mit einem Rutsch unter die 12.400er-Marke verlassen könnte, und dass die 200-Tagelinie (12.161) wieder in den Fokus rücken würde. Es kam anders, so dass es nun in Richtung der oberen Begrenzung der Handelsrange (12.850/12.900) geht. Diese Entwicklung lässt so manchen Marktbeobachter etwas ratlos zurück, womit die Frage im Raum steht, ob kognitive Dissonanzen vorliegen. Demnach würden positive Meldungen überbewertet und Negative ignoriert. Zweifelsohne wurde auf dem aktuell erreichten Kursniveau bereits sehr viel positive Erwartung eingepreist, so dass die Bewertungsniveaus als ambitioniert bezeichnet werden können. Nicht zuletzt deshalb kommt der in dieser Woche in den USA beginnenden Quartalsberichtssaison große Bedeutung zu. Beispielsweise wird bei den Banken damit gerechnet, dass das abgelaufene Quartal das schlechteste seit der Finanzkrise war. Nach dem Motto „Es kann nur besser werden“ kletterten die Aktien der Finanzhäuser im Vorfeld zuletzt. Die Berichtssaison nimmt ab Dienstag Fahrt auf. Unter anderem stehen dann die Zahlen von der Citigroup, Delta Airlines, J.P. Morgan, Fastenal Wells Fargo, Alcoa, Ebay, Goldman Sachs, Kinder Morgan, U.S. Bancorp, Bank of America, Johnson Johnson, Morgan Stanley, Netflix, Autoliv und State Street zur Veröffentlichung an. Hierzulande zeigten die überraschend von BASF vorgelegten Eckdaten für das 2. Quartal, dass die Corona-Krise operativ deutliche Spuren hinterlassen hat. Die Entwicklungen rund um Corona werden die Börsen auch in dieser Woche beschäftigen. Auch die EZB-Sitzung am Donnerstag wird viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Charttechnik
Einmal mehr ist es spannend zu sehen, mit welcher Kontinuität sich der DAX auf Wochenbasis an der auf das März-Tief zurückgehenden, linearen Regression (12.811) entlanghangelt. Entsprechend ist dem Kurslevel für den weiteren Kursverlauf Bedeutung beizumessen, zumal knapp oberhalb die obere Begrenzung der Ichimoku-Wolke (12.831) verläuft. Darüber hinaus fällt auf, dass die Handelsumsätze seit Wochen rückläufig sind und den Anstieg des DAX nicht bestätigen. Zudem zeigen der ADX und CMO Richtung Süden. Derartige Diskrepanzen zwischen dem Kursverlauf und den Indikatoren können durchaus längere Zeit anhalten, grundsätzlich gelten sie aber als Warnhinweis auf eine nicht idealtypische Konstellation. Weitere Widerstände sind bei 12.882, 12.921 und 12.951 zu finden. Auf der Unterseite wirken die Marken von 12.721, 12.660, 12.572, 12.542, 12.440 und 12.410 als Unterstützung.


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