EXPERTEN

14:13 | 10.07.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: Risk off?

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite überwiegen weiterhin die negativen Meldungen, beispielsweise über Corona-Neuinfektionen auf Rekordniveau in den USA oder die im Mai neuerlich eingebrochenen deutschen Exportzahlen. Die Unternehmen lieferten 29,7 Prozent weniger Waren ins Ausland als vor Jahresfrist. Auf der anderen Seite machen sich Hoffnungen mit Blick auf die anstehenden Quartalsberichte breit. Begünstigt wurden diese nicht zuletzt von SAP. Die veröffentlichten, vorläufigen Zahlen übertrafen die Erwartungen nahezu in jeder Hinsicht. In der Folge kletterten die Aktien zwischenzeitlich auf einen neuen Rekordwert. 46 Dax-Punkte gingen gestern auf das Konto der Walldorfer. In den USA nimmt die Berichtssaison ab dem kommenden Dienstag Fahrt auf. Unter anderem stehen dann die Zahlen von der Citigroup, Delta Airlines, J.P. Morgan, Fastenal und Wells Fargo auf der Agenda. Eine erfreuliche Nachricht war aus dem Luftfahrtsektor zu vernehmen. Die zum Lufthansa-Konzern gehörende AUA gab bekannt, ab September wieder mehr Flüge anbieten zu wollen. Bis zum Ende des Sommerflugplans (Oktober) werde das Angebot von aktuell 20 auf knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresprogramm verdoppelt. Hingegen zeigt die Ankündigung von United Airlines, bis zu 36.000 Jobs abbauen zu wollen, wie sehr die Branche zu kämpfen hat. Die EZB könnte laut den Aussagen von Francois Villeroy de Galhau zufolge notfalls erfindungsreicher bei der Gestaltung ihrer geldpolitischen Instrumente werden. Der DAX wird heute etwas schwächer in den Handel starten.
Charttechnik
Mit einem Tageshoch bei 12.709 und dem anschließenden Rücksetzer ist es dem DAX wiederholt nicht gelungen, sich deutlich vom Widerstand bei 12.616 Zählern nach oben abzusetzen. Folglich droht nun das Gegenteil. Insbesondere sofern die Unterstützung bei 12.487 Zählern durchbrochen werden sollte. Kommt es dazu, wäre dies keine große Überraschung, nachdem zuletzt eine Wendeformation ausgebildet wurde. Zudem liegt eine Reihe negativer Indikatoren-Signale vor, und außerdem deutet der ADX seit geraumer Zeit auf eine nachlassende Aufwärtsdynamik hin. Ins Bild passt auch, dass der für den tertiären Trend relevante 21-Tagedurchschnitt Richtung Süden drehte und am 7. Juli ein Preis- und Zeitzyklus endete. Perspektivisch muss damit gerechnet werden, dass die für den längerfristigen Trend relevante 200-Tagelinie (12.160) wieder in den Fokus rückt. Bemerkenswert ist, dass diese leicht fällt. Insofern würde ein Rutsch unter den Durchschnitt umgehend ein gültiges Short-Signal auslösen. Weitere Supports sind bei 12.312, 12.294, 12.254 und 12.207 Zählern zu finden.


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