EXPERTEN

10:37 | 11.10.2018
HSBC T&B – Geteilte Meinungen im EZB-Rat über „forward guidance“

Seit dem Monatsbeginn hat die EZB ihre Zielgröße für das monatliche Anleihenkaufvolumen auf 15 Mrd. EUR halbiert und wird ihre Nettokäufe aller Voraussicht nach zum Jahresende 2018 einstellen. Beim heute zur Veröffentlichung anstehenden Protokoll der Ratssitzung vom 12./13. September dürfte die Finanzmarktteilnehmer in erster Linie interessieren, wie die europäischen Währungshüter zur beibehaltenen „forward guidance“ stehen. Nach dieser wird bis „über den Sommer 2019“ nicht an der Leitzinsschraube gedreht. So hatte sich der niederländische Notenbankchef Klaas Knot jüngst dafür ausgesprochen, bei der EZB bereits ab Januar 2019 ernsthaft darüber nachzudenken, wohin man mit den Zinsen gehen möchte. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny plädierte zudem zuletzt für einen schnelleren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Mit Blick auf die aktuellen Inflationszahlen – die Jahresrate der Kernrate der Konsumentenpreise (ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak) notierte im September lediglich bei 0,9 % (Grafik 2) – und den wohl auch perspektivisch (zu) niedrigen Preisdruck ist bis Ende 2020 aber nur mit einer einzigen Anhebung des Einlagensatzes um 15 BP zu rechnen.
Marktreaktion:
Da die EZB im September keine neuen Weichenstellungen vollzogen hat, dürften die Kursbewegungen als Reaktion auf das Sitzungsprotokoll vom September an den Kapitalmärkten überschaubar bleiben.


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