EXPERTEN

13:02 | 15.10.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Deutschland: In den finalen Erhebungen zur Inflationsentwicklung im Berichtsmonat September haben sich im Vergleich zu den Vorabschätzungen keine Veränderungen ergeben. So stiegen die Konsumentenpreise im Jahresvergleich um 2,3 % (CPI) bzw. 2,2 % (HVPI). Im Vergleich zum Vormonat sind damit die Inflationsraten in Deutschland – maßgeblich getrieben durch höhere Energiepreise – um jeweils 0,3 Prozentpunkte höher ausgefallen als noch im Juli.

Eurozone: Die Industrieproduktion ist im August überraschend deutlich um 1,0 % gg. Vm. angezogen. Zudem wurden auch die Julizahlen leicht nach oben revidiert (- 0,7 % gg. Vm.; vorher: -0,8 %). Somit bleibt die Eurozone auf Kurs, das Wachstumstempo des 1. Halbjahres fortzusetzen. Wir erwarten, dass das BIP-Wachstum im 3. Quartal erneut bei 0,4 % gg. Vq. gelegen haben dürfte.

Großbritannien: Trotz intensiver Verhandlungen gab es im Vorfeld des am Mittwoch beginnenden EU-Gipfels bislang keinen entscheidenden Durchbruch bei den „Brexit“-Verhandlungen. Hauptstreitpunkt bleibt die Regelung der Zollaußengrenze mit Nordirland. Da der Zeitrahmen für eine Verhandlungslösung damit immer kleiner wird, geriet die britische Valuta unter Druck. So konnte der Euro zum Pfund wieder über die Marke von 0,88 GBP klettern.

Indien: Die Landeswährung Rupie hat in den zurückliegenden Wochen spürbar an Wert verloren. Dabei belastet vor allem das sich durch steigende Ölpreise ausweitende Defizit in der Leistungsbilanz. Auf Basis eines durchschnittlichen Ölpreises von 75 USD je Barrel erwarten wir für das bis Ende März laufende Fiskaljahr 2018/19 einen Fehlbetrag von 2,8 % des BIP. Zugleich verzeichnet das Land einen Abfluss ausländischen Anlagevermögens, hervorgerufen durch den abnehmenden Zinsvorsprung gegenüber den USA. In diesem Umfeld haben wir unsere Währungsprognose per Ende 2018 von 73 INR auf 76 INR je USD angepasst und für das Ende kommenden Jahres von 74 INR auf 79 INR.

EXPERTEN

10:39 | 11.10.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Aktienmärkte: Die Sorgen vor einer Zuspitzung der Budgetstreitigkeiten zwischen Italien und der EU und die Furcht vor negativen Folgen aus den zuletzt wachsenden geopolitischen Risiken haben zugenommen. Hinzu kommt der Umstand, dass die US-Zinsen in den vergangenen Wochen weiter gestiegen sind und der US-Dollar zugelegt hat. Dies führte gestern an den europäischen und den US-Aktienmärkten zu weiter rückläufigen Kursen. Während die US-Indizes dabei um rund 3-4 % nachgaben, fiel der DAX® per Handelsschluss mit nur noch gut 11.700 Punkten auf ein neues Jahrestief. Aus technischer Sicht drohen hier weitere Kurseinbußen. Und auch im frühen Handel an den asiatischen Börsen mussten spürbare Verluste hingenommen werden.

Anleihenmärkte: Die Renditedifferenz bei 10-jährigen Staatsanleihen aus Italien und Deutschland schwankte gestern um die Marke von 300 BP und blieb somit in der Nähe des erst am Dienstag im Tagesverlauf verzeichneten Mehrjahreshochs. BTPs dieser Laufzeit warfen am Abend eine Rendite von rund 3,50 % ab. Im späten US-Handel legten die Kurse von US-Treasuries spürbar zu. Die Rendite gab auf rund 3,15 % nach. In der Spitze hatte die Rendite am Dienstag bei gut 3,25 % notiert. Wir rechnen auch in den verbleibenden Handelstagen der laufenden Woche mit recht volatilen Bewegungen an den Aktien- und Anleihenmärkten.

Währungen: Vor allem der japanische Yen konnte gestern Kursgewinne verbuchen. In den letzten Handelstagen fiel der Euro dabei gegenüber der japanischen Valuta wieder unter die Marke von 130 JPY. Diese Tendenz sollte sich bis zum Jahresende 2018 bis in den Bereich von rund 124 JPY fortsetzen. Zum US-Dollar kämpfte sich die Einheitswährung gestern vor dem Hintergrund des oben beschriebenen US-Renditerückgangs wieder über die Marke von 1,15 USD zurück. Wir zweifeln indes daran, dass es sich hierbei um eine nachhaltige Bewegung handelt und rechnen zum Jahresende 2018 mit Kursen von 1,13 USD (2019e: 1,10 USD).

Frankreich: Begünstigt wurde die EUR-Erholung u. a. durch die Industrieproduktion in Frankreich. Diese konnte im August um 0,3 % gg. Vm. und damit zum dritten Mal in Folge gesteigert werden. Der Vormonatswert wurde zudem leicht nach oben revidiert (von +0,7 % auf +0,8 %). Damit verstärkt sich der Eindruck, dass es der französischen Wirtschaft nach zwei schwächeren Quartalen (je +0,2 % gg. Vq.) gelungen ist, im Zeitraum von Juli bis September 2018 eine deutlich höhere BIP-Dynamik zu erzielen. Wir rechnen für den Berichtszeitraum mit einem Quartalsplus von 0,6 %.


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