EXPERTEN

12:26 | 13.05.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Kanada: Im April legte der kanadische Arbeitsmarkt einen Traumstart in den Frühling hin. So stieg die Beschäftigung um 106.500 Stellen an und übertraf damit die Markterwartungen (+10.000) um mehr als das zehnfache. Dies markierte gleichzeitig einen neuen Allzeitrekord beim Stellenaufbau in einem Berichtsmonat. Auch die Arbeitslosenquote sank – trotz steigender Partizipationsrate (65,9 %; März: 65,7 %) – erstmals seit Jahresbeginn wieder um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 % und unterstrich damit die sehr robuste Verfassung des Arbeitsmarktes in Kanada. Am Devisenmarkt spiegelten sich die starken Arbeitsmarktdaten jedoch kaum wider. Nach kurzzeitigen Verlusten unmittelbar nach der Veröffentlichung erholte sich der Euro zum „Loonie“ auf Notierungen von rund 1,51 CAD.

Großbritannien: Die 1. Schätzung für das BIP im 1. Quartal 2019 hat die Konsenserwartungen von +0,5 % gg. Vq. bestätigt. Damit wuchs die britische Wirtschaft deutlich dynamischer als im Vorquartal (+0,2 %) und trotzte den politischen Unsicherheiten durch den ungeklärten EU-Austrittsprozess. Allerdings weisen die vorliegenden Detaildaten daraufhin, dass ein erheblicher Teil der positiven Entwicklung auf Lagerinvestitionen zurückzuführen war, die als Vorsichtsmaßnahme vor einem ungeregelten EU-Austritt aufgebaut wurden. Vor dem Hintergrund der bereits im März wieder deutlich rückläufigen BIP-Dynamik (-0,1 % gg. Vm.) rechnen wir daher für das Gesamtjahr 2019 unverändert nur mit einem BIP-Wachstum von 1,2 %.

Volksrepublik China: Mit Blick auf die aktuell schwierigen Verhandlungen ‎mit den USA über ein Handelsabkommen (siehe Seite 1) haben wir unsere USD-Prognosen per Ende des 2. und 3. Quartals von 6,70 CNY bzw. 6,75 CNY auf jeweils 6,95 CNY heraufgesetzt. Zum Jahresende 2019 rechnen wir weiter mit 6,75 CNY.

Südafrika: Die Parlamentswahlen in der vergangenen Woche hat der ANC mit deutlichen Stimmenverlusten gewonnen. Demnach kommt die Partei auf 57,5 % der Stimmen, nachdem sie vor fünf Jahren noch auf 62 % gekommen ist. Die Teilnehmer an den Finanzmärkten werden nun kritisch abwarten, inwieweit die geschwächte Regierung nun notwendige Reformen einleitet, gegen die hohe Neuverschuldung steuert und Konjunkturimpulse geben wird.

EXPERTEN

13:03 | 18.04.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Eurozone: Die finalen Daten zu den Konsumentenpreisen (HVPI) im gemeinsamen Währungsraum bestätigten die erste Schätzung: Demnach ist die Inflation im März wieder auf 1,4 % gg. Vj. zurückgegangen (Februar: 1,5 %). Zudem gab die Kernrate (ohne Lebensmittel und Energie) von 1,0 % auf 0,8 % nach. Ein Teil der Entwicklung dürfte auf den relativ späten Ostertermin in diesem Jahr zurückzuführen sein (Stichwort: Pauschalreisen), der zugrundeliegende Preisdruck bleibt insgesamt aber niedrig. Für die EZB stellt sich daher die Frage nach einer zinspolitischen Verschärfung der Geldpolitik weiter nicht. Bezüglich eines von den Finanzmarktteilnehmern diskutierten „Tiering-Systems“ beim Einlagensatz, um die belastenden Effekte für den Bankensektor abzumildern, führte EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny aus, dass es noch nicht an der Zeit sei, ein solches System einzuführen. Nach Ansicht von Nowotny sollte sich die Wirtschaft in der Eurozone im 2. Halbjahr 2018 zumindest stabilisieren. Die Notenbank werde daher ihre Wachstumsprognosen im Juni wohl nicht deutlich verringern.

Großbritannien: Im März ist die Teuerung mit 1,9 % gg. Vj. unverändert geblieben. Die Kernrate verharrte bei 1,8 %. Im laufenden Monat dürfte sich mit Blick auf die zuletzt weiter gestiegenen Ölpreise, den späten Ostertermin und die von mehreren großen Energieunternehmen für April angekündigten Preiserhöhungen im laufenden Monat eine höhere Inflation einstellen. Die Kernrate offenbart jedoch, dass die Unternehmen die vor allem durch höhere Löhne gestiegenen Kosten nur bedingt an die Verbraucher weitergeben können. Mit Blick auf die niedrige Inflation und die weiter ungelöste EU-Austrittsfrage wird die Bank of England u. E. in den kommenden Monaten nicht an der Leitzinsschraube nach oben drehen.

USA: Der Konjunkturbericht der US-Notenbank, das Beige Book, offenbarte für den Zeitraum bis Anfang April, dass die Wirtschaft in den meisten Fed-Distrikten weiterhin „schwach bis moderat“ gewachsen ist. Zugleich sahen einige Fed-Regionen aber auch ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten. Aus dem Verarbeitenden Gewerbe wurde dagegen über handelsbezogene Unsicherheiten berichtet. Die Entwicklung der Inflation wird als „moderat“ angesehen. Insgesamt zeichnet das Beige Book ein Bild, welches das von der Fed angekündigte „geduldige“ Vorgehen in Bezug auf künftige geldpolitische Veränderungen nachvollziehbar erscheinen lässt


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