EXPERTEN

12:27 | 21.10.2019
HSBC T&B – Und sonst?

EZB: Notenbank-Präsident Mario Draghi führte am Freitag im Rahmen einer Rede an, dass die EZB weiter bereit wäre, alle ihre geldpolitischen Maßnahmen bei einer Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds anzupassen. Dies dürfte als Signal gewertet werden, dass die EZB sich weiter als handlungsfähig einschätzt. Zeitgleich zeigte sich aber auch erneut, dass die EZB zunehmend die Fiskalpolitik in die Pflicht nimmt. So brauche die Eurozone laut Draghi ein „zentrales Fiskal-Instrument“.

EUR/NOK: Der Euro zog zur norwegischen Krone am Freitag mit Notierungen von über 10,2 NOK auf ein neues Allzeithoch an. Die norwegische Zentralbank hatte zwar in den vergangenen Monaten den Leitzins um 100 BP angehoben, zuletzt aber signalisiert, dass der Zinserhöhungszyklus beendet sei. Dies dürfte mit zur Abwertung der norwegischen Krone beigetragen haben.

Argentinien: Rund eine Woche vor der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag gab der offizielle Kurs des argentinischen Pesos leicht nach. Am Freitag notierte der US-Dollar bei 58,25 ARS. Der Grund dafür ist eine wachsende Devisennachfrage aus dem Inland. Die gegenwärtige Unterstützung der Zentralbank für den Peso hat die geringen Devisenreserven bereits reduziert. Die Frage ist nun, wie lange die Zentralbanker ihre Vorgehensweise fortsetzen werden. Am informellen Währungsmarkt hat der Dollar nachrichtlich mit 75 ARS bereits einen Aufschlag von annähernd 28 %.

EXPERTEN

12:50 | 23.08.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Eurozone: Gemäß der Vorabschätzung vom Markit-Institut hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im August insgesamt ein wenig aufgehellt. Zwar lag der PMI für das Verarbeitende Gewerbe mit 47,0 Punkten immer noch deutlich im kontraktiven Bereich, konnte aber im Vergleich zum Juli um 0,5 Punkte zulegen. Auch im Dienstleistungssektor war unter dem Strich eine leichte Verbesserung (53,4; zuvor: 53,2 Punkte) zu konstatieren. Damit zeichnet sich eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone im 3. Quartal ab – wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Japan: Die Inflationsrate ist im Juli erneut von 0,7 % auf 0,5 % gesunken, während die Kernrate mit 0,6 % (+0,1 Prozentpunkte) zulegen konnte. Zwar entsprachen die Ergebnisse somit im Wesentlichen den Markterwartungen. Gleichwohl unterstreichen die Inflationsdaten, dass die Bank of Japan weiterhin ihr selbstgestecktes Inflationsziel einer Teuerungsrate um 2 % sehr deutlich verfehlt. Somit wächst der Druck auf die japanische Notenbank in den kommenden Monaten die geldpolitischen Zügel noch weiter zu lockeren. Fraglich ist indes, ob den japanischen Währungshütern hierfür noch genügend geldpolitische Instrumente zur Verfügung stehen.

Mexiko: Die heute vorgelegte Schätzung für das Wirtschaftswachstum im zurückliegenden Juni dürften Marktteilnehmer als Indikator für den Zeitpunkt von Zinssenkungen betrachten. Bislang praktizieren die Währungshüter bei abnehmendem Preisdruck eine abwartende Geldpolitik, unter anderem, weil höhere Renditen und Realzinsen den Wechselkurs des heimischen Peso stützen. Wir erwarten weitere Zinssenkungen daher erst ab dem kommenden Jahr. Insgesamt gehen wir in diesem Zusammenhang bis Jahresende 2020 von einer Rücknahme des Leitzinssatzes um 200 BP auf 6,25 % aus. Bei einer stärkeren Konjunkturabkühlung wäre indes wohl schon früher mit einem expansiven Kurs und sinkenden Renditen am langen Ende der mexikanischen Staatsanleihenkurve zu rechnen. Wir erwarten jedoch die heutige Schätzung der Wirtschaftsleistung mit einem Rückgang um 0,1 % in der Jahresrechnung über Marktkonsens.


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