KOLUMNEN

16:44 | 15.05.2019
Mountain Alliance hat die 100 Millionen im Blick

Auf der Frankfurter Frühjahrskonferenz zeigte sich Daniel Wild optimistisch: Der CEO der Mountain Alliance AG sieht die Münchner Beteiligungsgesellschaft nach der Übernahme der Mountain Technology AG auf dem Weg zu einem in der DACH-Region „führenden Investor für digitale Unternehmen“. Den durch die jüngsten Übernahmen auf über 40 Mio. Euro angewachsenen Portfolio Asset Value bezeichnet Wild im Gespräch mit Financial.de denn auch nur als „erfolgreichen Zwischenschritt“: „Wir wollen weiter aufs Gas drücken und das Wachstumstempo sogar noch erhöhen. Wenn wir geeignete Akquisitionsziele finden, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir schon in 12 bis 18 Monaten in einer Größenordnung von 80 bis 100 Millionen Euro sind, sprich unseren aktuellen Portfoliowert verdoppeln.“ Voraussetzung dafür sei eine größere Kapitalerhöhung, „die unseren finanziellen Spielraum für Zukäufe erweitert“.

„Deutlichen Hebeleffekt“ durch Exits

Die im Mittelstandssegment m:access notierte Gesellschaft beteiligt sich an Unternehmen in den vier Segmenten Technology, Digital Retail, Digital Business Services und Meta-Platforms & Media. Aktuell hält sie 36 Beteiligungen. „Als schlanker und transparenter Investor verfügt die Mountain Alliance AG über langjähriges Know-how und ein ausgezeichnetes Netzwerk und ermöglicht so ihren Aktionären den einfachen Zugang zu einem diversifizierten Portfolio von digitalen Assets“, so Wild.

Trotz der durch die Sachkapitalerhöhung gestiegenen Aktienanzahl erwartet er für das laufende Geschäftsjahr 2019 nicht nur beim Nettoergebnis einen positiven Effekt, sondern auch beim Ergebnis je Aktie. „Einen deutlichen Hebeleffekt werden wir sehen, wenn wir die erste dieser reifen Beteiligungen zu einem attraktiven Preis verkaufen können“, ist der Mountain-Alliance-CEO überzeugt.

„Exits im mittleren bis höheren siebenstelligen Bereich“

Im Bestandsportfolio sieht Wild „signifikante Wertsteigerungspotenziale, u. a. bei Exasol, einem Infrastrukturanbieter für Big Data, der vor kurzem in die „Tech Tour Growth 50“ 2019 gewählt wurde, und movingimage, die als führendes europäisches Unternehmen im Bereich Enterprise-Video-Content-Management-Systeme große Konzerne wie Vodafone und Henkel zu ihren Kunden zählt. Auf der Exitseite hat der Konzernlenker ehrgeizige Pläne: „Erfolgreiche Exits sind eine wesentliche Säule unseres Geschäftserfolgs und unserer weiteren Expansion. Wir peilen in den nächsten Jahren größere Exits an, die im mittleren bis höheren siebenstelligen Bereich liegen könnten.“

Als Vorbild sieht CEO Wild dabei die englische Draper Esprit, die aktuell ungefähr achtmal so groß ist wie die Mountain Alliance AG: „Draper Esprit ist wie wir eine digitale Beteiligungsgesellschaft, die in der Regel mit einem Aufschlag von 10 bis 30 Prozent auf den NAV notiert. Wir wollen die deutsche Draper Esprit werden!“

Wild selbst hält aktuell 6,5 % der Aktien, will seinen Anteil aber weiter aufstocken: „Ich habe in der Vergangenheit regelmäßig Mountain-Alliance-Aktien zugekauft und werde auch zukünftig Aktien kaufen, da ich von der Gesellschaft überzeugt bin.“

Ihr Christoph Martin


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