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10:49 | 10.08.2018
K+S-Aktie unter Druck: Management warnt vor zu hohen Erwartungen

Das K+S-Management warnt Investoren und Analysten vor zu hohen Erwartungen. Angesichts starker Geschäftszahlen der Konkurrenten waren zuletzt vorsichtigere Zwischentöne des Dünger- und Salzkonzerns offenbar überhört worden. Die Aktie bricht daraufhin massiv ein.

Der Aktienkurs rauschte am Freitag kurz nach dem Handelsstart bis auf 19,80 Euro nach unten. Das war der tiefste Stand seit Dezember. Auch im weiteren Verlauf des Vormittags konnten sich die Papiere nur leicht erholen. Mit einem Minus von mehr als 10 Prozent waren sie unverändert abgeschlagenes Schlusslicht im MDAX.

Dem Unternehmen machen Anlaufschwierigkeiten im neuen Werk in Kanada und Arbeitskräftemangel hierzulande zu schaffen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte 2018 laut K+S zwar deutlich steigen, allerdings nicht so stark wie von Analysten im Durchschnitt erwartet. Die Hessen gehen für 2018 von einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 660 bis 740 Millionen aus nach 577 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die durchschnittliche Schätzung von Analysten liege indes bei zu hohen 797 Millionen Euro, heißt es.

“Eine Gewinnwarnung trotz eines starken Kalidünger-Marktumfeldes”, erklärte Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank. Der Experte strich seine Schätzungen zusammen. Offenbar seien die Stückkosten wegen Schwierigkeiten beim Hochfahren der Produktion in Kanada sowie im Zusammenhang mit Produktionsproblemen aufgrund der Hitze in Deutschland gestiegen. Schäfer kassierte seine Kaufempfehlung für die Aktien, da die Gründe für das starke Auf und Ab bei den Kosten nur schwer bestimmbar seien.

Investoren sollten sich nun fragen, ob das Glas für sie halbvoll oder halb leer ist, rät Analyst Christian Faitz vom Investmenthaus Kepler Cheuvreux. Dem Kostenproblem und Fachkräftemangel in Deutschland stünden eine gute Kali-Nachfrage und die Produktionsverbesserungen in Kanada gegenüber. Der Experte selbst sieht ein halbvolles Glas. Er senkte zwar sein Kursziel etwas auf 26 Euro, rät aber weiter zum Kauf der Papiere.

Anders als K+S profitieren Konkurrenten wie Nutrien und Mosaic bereits deutlicher von der Erholung des Kalimarktes. Gute Quartalszahlen der Wettbewerber hatten zuletzt den K+S-Aktien Rückenwind beschert und sie von Mitte Juli bis Anfang August um mehr als 12 Prozent bis auf knapp 23 Euro steigen lassen.

Vorausgegangen war allerdings ein Kursrutsch um rund 20 Prozent seit dem Zwischenhoch bei fast 26 Euro Mitte Mai. Damals hatten die Anleger zumindest kurzfristig noch über einen holprigen Jahresstart hinweggesehen und auf Besserung gesetzt. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © K+S


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