ROHSTOFF NEWS

14:56 | 17.09.2020
Baumwollpreis mit wenig Spielraum nach oben

Zwischen Ende Januar und Anfang April führten Corona-bedingte Nachfragesorgen bei Baumwolle zu einem Preissturz von über 70 US-Cent auf unter 50 US-Cent je Pfund. Inzwischen konnte sich der Preis wieder auf über 65 US-Cent je Pfund erholen. Ein Grund ist die langsame Erholung vieler Volkswirtschaften. Ein anderer die wiederholte Abwärtsrevision für die US-Baumwollernte. Die USA sind der größte globale Baumwollexporteur. Zuletzt nahm das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) eine Abwärtsrevision seiner Prognose um 1 Mio. auf rund 17 Mio. Ballen (Vj. 19,9 Mio. Ballen) vor. 2020/21 wurde eine kleinere Fläche mit Baumwolle bestellt, dennoch sollen die Erträge trotz der jüngsten Kürzung etwas höher sein. Die niedrigere US-Produktion trägt dazu bei, dass die globale Produktion etwas geringer als 2019/20 und der Überschuss sehr viel kleiner sein wird. Erwartet wird aber ein Bestandsanstieg außerhalb Chinas. Das Lager-Verbrauchs-Verhältnis soll noch immer bei 90% liegen, was für den Preis wenig Spielraum nach oben lassen dürfte. Kurzzeitig hatte die Besorgnis hinsichtlich des Hurrikans Sally den Preis zusätzlich getrieben, jedoch wurde der Hurrikan mittlerweile zu einem Tiefdruckgebiet zurückgestuft. Die US-Baumwollpflanzenbewertungen ergaben in der letzten Berichtswoche einen Anteil von 45% als gut und sehr gut bewerteter Pflanzen, also besser als zum Vorjahreszeitpunkt. Ein wesentlicher Faktor bleibt das sino-amerikanische Verhältnis, da China der größte Nachfrager ist. Zu den zahlreichen Konfliktfeldern kamen zuletzt Vorbereitungen der USA für Importbeschränkungen von Baumwollwaren aus der chinesischen Provinz Xinjiang hinzu, wo die USA China den Einsatz von Zwangsarbeit vorwerfen.


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