ROHSTOFF NEWS

15:29 | 13.07.2020
Deutlicher Preisrückgang bei Mais

Obwohl das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bei der Ernteschätzung für US-Mais eine 6%ige Abwärtsrevision vornahm, gab der Maispreis am Freitag um 3,3% nach und heute um weitere 2%. Die bisher erwarteten 406 Mio. Tonnen in 2020/21 wurden auf nur noch 381 Mio. Tonnen reduziert. Der Preis im Dezember-Kontrakt fiel heute Nacht im Tief auf 335 US-Cent je Scheffel. Der Flächenbericht von Ende Juni hatte bereits eine deutlich kleiner als erwartete US-Maisfläche gezeigt. Insofern war die Korrektur der jetzigen Ernteschätzung keine Überraschung, was den Preisrückgang erklären könnte. Die Ertragsschätzung wurde vom USDA nicht geändert. Es erwartet zum Saisonende nach wie vor steigende US-Bestände, allerdings nicht wie bisher ein Plus von fast 50%, sondern nur von 18%. In Reaktion auf den o.g. Flächenbericht war der Maispreis innerhalb von 2 Tagen um 25 US-Cent auf 360,5 US-Cent je Scheffel gestiegen und notierte auch am Donnerstag unweit davon. So kann die Preisreaktion am Freitag nicht nur auf die US-Ernteschätzung zurückzuführen sein. Auch in anderen Ländern wurden für 2020/21 keine nennenswerte Änderungen vorgenommen. Die Kürzung der lokalen Nachfrage in der noch laufenden Saison 2019/20 kann ebenfalls nicht als Begründung dienen, da die Lagerdaten zeitgleich mit dem Flächenbericht erschienen waren. So dürfte der Preisrutsch hauptsächlich auf den unerwarteten Niederschlägen nach vorangegangener Hitze und Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten des Mittleren Westens beruhen.


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