ROHSTOFF NEWS

16:33 | 27.11.2020
Neue Schätzungen des Internationale Getreiderats IGC

Gestern revidierte der Internationale Getreiderat IGC seine Prognose für die globale Maisproduktion 2020/21 um 10 Mio. Tonnen nach unten, was jedoch keine große Überraschung war. Der IGC erwartet nun eine US-Maisernte (nach der Abwärtsrevision um gut 5 Mio. Tonnen) von 368,5 Mio. Tonnen. Dies entspricht auch der Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Die EU-Ernte wurde um 2,5 Mio. auf 60 Mio. Tonnen gekürzt. Diese Menge bestätigte auch gestern die EU-Kommission. Mit der dürrebedingten Kürzung der ukrainischen Ernte um 3 Mio. auf 30 Mio. Tonnen war der IGC noch vorsichtig. Das globale Angebot schätzt der IGC nun ähnlich hoch wie das USDA. Da aber der IGC die globale Nachfrage höher einschätzt, ist auch das voraussichtliche Defizit mit 23 Mio. Tonnen wesentlich höher (USDA 12 Mio. Tonnen). Die Maisbestände bei den großen Exporteuren dürften im Vorjahresvergleich sinken. Bei der Schätzung der chinesischen Maisimporte nahm der IGC eine Verdoppelung auf 16 Mio. Tonnen vor. Das USDA-Büro in Peking dagegen schätzt die Importmenge aufgrund des steigenden Futterbedarfs und der enttäuschenden eigenen Ernte auf 22 Mio. Tonnen.
Bei Sojabohnen senkte der IGC die weltweite Produktion um 5 Mio. Tonnen, basierend auf Kürzungen bei den Ernten in den USA und in Argentinien. Infolge ist mit einem leicht defizitären Markt zu rechnen.
Bei Weizen gleichen sich auf der Produktionsseite Änderungen von maximal 1 Mio. Tonnen bei einigen Ländern weitgehend aus. Dem IGC zufolge (wie auch dem USDA) soll der ausgewiesene globale Überschuss 2020/21 gänzlich China und Indien geschuldet sein. Die Bestände in der restlichen Welt und bei den großen Exporteuren sind aber leicht rückläufig.
Die US-Märkte waren gestern wegen Thanksgiving geschlossen. In Paris schlossen die Weizen- und Maispreise nahezu unverändert.


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