ROHSTOFF NEWS

15:06 | 26.02.2021
Preissprung bei Aluminium

Der gestrige Anstieg des Aluminiumpreises ist nicht gänzlich der allgemeinen guten Stimmung und Risikobereitschaft der Marktteilnehmer geschuldet, sondern auch eine Meldung aus China trug dazu bei. Dieser zufolge hat die Provinz „Innere Mongolei“ (lt. der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission) als einzige der 30 chinesischen Provinzen und Städte in 2019 ihre Energieverbrauchsziele überschritten. So entstand Besorgnis hinsichtlich einer dortigen Produktionseinschränkung und dass in den nächsten beiden Jahren mehr als 1 Mio. Tonnen geplanter jährlicher Produktionskapazitäten nicht realisiert werden könnten. Die Aluminiumpreise reagierten auf diese Meldung mit einem Preissprung. An der SHFE erreichte der meistgehandelte Futures-Kontrakt am Donnerstag zeitweise seinen maximal möglichen Tagesgewinn von 6%. Er sprang auf umgerechnet 2.730 USD je Tonne und damit ein 10½-Jahreshoch. Davon erhielt der LME-Preis Auftrieb und stieg auf 2.240 USD je Tonne, was einem 2½-Jahreshoch entspricht. Heute Morgen kam es zu einer geringfügigen Korrektur. Die Preisreaktion dürfte völlig überzogen sein. Das staatliche chinesische Research-Institut Antaike erwartet, dass in China in diesem Jahr die von der Regierung vorgegebene Kapazitätsobergrenze von 45 Mio. Tonnen p.a. erreicht wird. Die Produktion soll um 5,4% auf 39,3 Mio. Tonnen und damit über das voraussichtliche Nachfragewachstum steigen. Somit bleibt der chinesische Aluminiummarkt überversorgt. Dies bedeutet, dass die Kapazitäten in der Inneren Mongolei nicht benötigt werden.


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