ROHSTOFF NEWS

15:10 | 30.03.2020
Verunsicherung durch mögliche Begrenzung russischer Getreideexporte

Russland zieht eine Begrenzung seiner Getreideexporte in den kommenden drei Monaten (bis zum Ende der Saison 2019/20) in Betracht. Mit dieser Maßnahme soll einer inländischen Knappheit infolge der Corona-Krise vorgebeugt werden. Im Gespräch ist eine Höchstmenge von 7 Mio. Tonnen. Allerdings dürfte diese Größenordnung für diesen Zeitraum auch ohne die Verwerfungen durch Corona die wahrscheinliche Exportmenge gewesen sein. Dazu wird eine Weizenernte 2020/21 von rund 80 Mio. Tonnen (zweitgrößte Menge jemals) erwartet. Der Internationale Getreiderat hat für 2020/21 eine rekordhohe globale Getreideproduktion prognostiziert. Während der Weizenpreis in der Corona-Krise anfangs stark nachgegeben hatte, profitiert er inzwischen von einer starken Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln und der Besorgnis hinsichtlich Problemen bei der Verarbeitung und im Handel. In Chicago stieg der Weizenpreis seit Mitte März um über 15%, heute Morgen notiert er bei rund 575 US-Cent je Scheffel. Weizen in Paris kostet knapp 200 EUR je Tonne. Auch die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer zeigen sich positiver, wie an den CFTC-Daten zu sehen ist. Die Positionierungen dieser Anlegergruppe drehten sich in der letzten Berichtswoche wieder auf netto-long.
Beim Maispreis kam es seit dem Mitte März erfolgten Einbruch kaum zu einer Erholung. Für Belastung sorgt der niedrige Ölpreis. Letzterer dämpft die Nachfrage nach Mais zur Herstellung des konkurrierenden Ethanols.


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