ROHSTOFF NEWS

15:49 | 18.10.2019
Weizenpreis kann weiter zulegen

Gestern stieg der Weizenpreis an der CBOT weiter auf 525 US-Cent je Scheffel (+ 2,4%). Grund sind drohende Ernteausfällen auf der Südhalbkugel. Auch Argentinien ist betroffen. Der Getreidebörse von Buenos Aires zufolge drohen in einigen Anbaugebieten trockenbedingte Ertragseinbußen von bis zu 40%. Inzwischen wird die argentinische Weizenernte auf weniger als 20 Mio. Tonnen geschätzt. Mit weiteren Abwärtsrevisionen ist zu rechnen, falls die Trockenheit anhält. Auch bei Mais zeigt sich die Getreidebörse skeptischer. Sie senkte ihre Ernteschätzung von zuvor 50 Mio. Tonnen auf jetzt 47,5 Mio. Tonnen. Ein weiterer Faktor ist die politische Unsicherheit, Ende Oktober finden Präsidentschaftswahlen statt. Als Favorit gilt der Oppositionskandidat Fernandez. Er dürfte die Getreideexportsteuern wieder erhöhen und damit den Maisanbau für die Landwirte weniger lukrativ machen. Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Erwartung für die EU-Weichweizenexporte im Oktober wiederum auf nun 27,3 Mio. Tonnen (zuvor 25,7 Mio. Tonnen) angehoben. Sie begründet dies mit dem geringeren Exportangebot in Argentinien und Australien sowie an ihre Grenzen stoßende Exportkapazitäten Russlands. Der EU-Weizenpreis profitiert davon und steigt auf 182 EUR je Tonne.


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