MANAGEMENT INTERVIEW

11:20 | 23.05.2019
Softing AG: “Das Globalmatix-Geschäft wird hochprofitabel”

Durchbruch für Globalmatix: Die 100%-Tochter der Softing AG (ISIN: DE0005178008) hat nach umfangreichen Tests einen deutschen Automobilkonzern als Großkunden gewonnen. Dabei liefert Globalmatix umfangreiche Telematik- und Diagnosedaten, die sowohl zur Flottensteuerung wie auch zur Fernüberwachung von Fahrzeug und Motor eingesetzt werden. “Wir rechnen mit einer niedrigen bis mittleren sechsstelligen Anzahl von Fahrzeugen, die in den nächsten Jahren von Globalmatix an das System angeschlossen werden”, erläutert Softing-CEO Dr. Wolfgang Trier (Foto) im Interview mit Financial.de und ergänzt: “Die Umsätze werden je nach Abrechnungsmodell und Umfang der Daten für eine drei- bis vierjährige Laufzeit der Fahrzeuge je 50.000 angeschlossene Fahrzeuge zwischen 10 und 15 Mio. Euro liegen.”

“Sehr gute Chancen bei laufenden Ausschreibungen”

Eine wesentliche Stärke der Globalmatix-Lösung ist es, dass die Daten auch bei markengemischten Flotten erhoben werden können, wie sie in fast allen großen Leasingpools, Fuhrparks oder bei Autovermietern vorkommen. Entsprechend sieht Dr. Trier auch “sehr gute Chancen, bei laufenden Ausschreibungen weitere Erfolge zu feiern”. Die Vorteile des Globalmatix-Geschäftsmodells lägen in der hohen Skalierbarkeit der Leistungen sowie in den jährlich wiederkehrenden Zahlungsströmen und der damit verbundenen hohen Visibilität. Nachhaltig schwarze Zahlen soll Globalmatix ab dem Jahr 2020 schreiben. “Sobald man über den Fixkosten liegt, wird das Geschäft hochprofitabel. Dies wird Softing helfen, die Zyklizität aus anderen Segmenten bei Umsatz und Ertrag abzuschwächen”, ist der Konzernlenker überzeugt.

Dr. Trier

Verdopplung in China erwartet

Softing ist “erwartungsgemäß in fast allen Kenngrößen erfreulich stark ins neue Jahr gestartet”. Zu Jahresbeginn hatte die Gesellschaft mehr Aufträge denn je in der Firmengeschichte verbucht. “Die stärksten Auftragseingänge haben wir aktuell im Segment Industrial. Aber auch der Automobilsektor trug hierzu bei”, so Dr. Trier im Gespräch mit Financial.de. Von den aktuellen Turbulenzen im Automobilmarkt sei Softing derzeit nicht betroffen: “Die Nachfrage nach modernen Diagnose 4.0-Leistungen kompensiert etwaige Budgetkürzungen.” Zudem spielt der Gesellschaft auch der Nachholbedarf der chinesischen Hersteller bei modernen Entwicklungs- und Diagnoselösungen in die Karten. “Hier erwartet unsere im letzten Jahr gegründete Unternehmenstochter in Shanghai in 2020 eine Verdopplung des Volumens auf 2 Mio. Euro”, zeigt sich der Softing-Vorstandschef zuversichtlich.

Zweistellige EBIT-Marge als Ziel

Die aktuelle Softing-Prognose für 2019 bezeichnet Dr. Trier angesichts eines starken Auftragsbestands als “konservativ” und blickt optimistisch auf das zweite Halbjahr: “Im Industriebereich sehen wir großes Kundeninteresse bei einigen Neuprodukten.” Zudem erwartet er, dass bei der Konzerntochter IT Networks wichtige Neuheiten im dritten und mehr noch im starken vierten Quartal erstmals deutlich zum Umsatz beitragen werden.

Die hohe Skalierbarkeit der Globalmatix-Leistungen soll Softing zudem dem mittelfristigen Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge näherbringen, wie der CEO gegenüber Financial.de bekräftigt: “Es soll aus heutiger Sicht nicht vermessen klingen, aber eine zweistellige EBIT-Marge ist und bleibt die Zielgröße unseres Handelns.”

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Haftungsausschluss/Disclaimer: Das Interview wurde von financial.de im Auftrag und auf Veranlassung des Kunden geführt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die darin getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewten wider, die nicht notwendigerweise der Meinung der Redaktion entspricht. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird daher keinerlei Haftung übernommen.

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